Private Rentenversicherung

Eine Private Rentenversicherung bietet Sicherheit und finanziellen Schutz fürs Alter, doch auch Steuervorteile. Die Hoffnung, sichere Renten vom Staat zu erhalten, schwindet bei der Bevölkerung. In der Zeit der Aktienzusammenbrüche und Wirtschaftskrisen erlebt die Private Rentenversicherung ein Comeback.

Grundsätzlich funktioniert sie so, dass dem Kunden nach Laufzeitende monatlich ein Rentenbetrag überwiesen wird, und zwar ein Leben lang. Viele Versicherungsgesellschaften bieten die Option, bei Erreichung des Rentenalters einen monatlichen Betrag auszuzahlen oder auf einen Schlag zu bezahlen. Sinnvoll ist eine Private Rentenversicherung, die die gesetzliche ergänzt, vor allem für Arbeitnehmer, Freiberufler und Beamte, die ihre Versorgungslücken schließen wollen. Für Personen, die bereits an gewissen Krankheiten leiden, ist eine Private Rentenversicherung sehr empfehlenswert, weil es zu keiner Gesundheitsprüfung kommt. Bei der Privaten Rentenversicherung sind die Leistungen bei selber Prämienhöhe stets höher als bei Kapitallebensversicherungen, weil diese Risikobeiträge im Rahmen des Todesfallschutzes einheben.

Sinnvolle Optionen als Zusatz

Beim Abschluss empfiehlt es sich, eine Rentengarantiezeit zu vereinbaren. Falls der Versicherte während dieser verstirbt, erhalten die Erben die monatliche Rente bis zum Ende der Garantiezeit ausbezahlt. Durch Einschluss einer Aufschub- bzw. Abruffunktion ist es möglich, flexibel zu bleiben. Bestehende Varianten der Privaten Rentenversicherung: Die am meisten vorkommende Art der Rentenversicherung ist die aufgeschobene Rente – in der Sparphase wird eingezahlt an den Versicherer, wenn ein Wahlrecht besteht, bekommt der Versicherte dann entweder auf einen Schlag sein Geld ausbezahlt oder die Rente. Bei der Sofortrente wird einmal ein hoher Betrag an die Versicherung bezahlt, und danach erfolgt die Verrentung – mit dem Vorteil, dass es hierfür Renditen gibt. Doch je höher die einbezahlte Summe ist, desto höher fallen die Renten aus.

Es kann eine Einmalzahlung gewählt werden oder die monatliche Rente kann ein paar Jahre früher beansprucht werden als vereinbart, aber dann kommt es zu Ausfällen. Es ist auch eine Option, länger als vereinbart zu zahlen und am Ende der verlängerten Laufzeit eine höhere Rente lukrieren zu können. Bei vereinbarter Dynamik kann die zu zahlende Prämie an Einkommen und Inflationsrate angepasst werden. Die Dynamik kann der Versicherte jederzeit wieder ausschließen aus dem Vertrag.

Private Rentenversicherung – Höhe, Laufzeit und weitere Infos

Die zu empfehlende Höhe der Privaten Rentenversicherung hängt von einigen Gesichtspunkten ab: z.b. ob der Versicherte Eigenheimbesitzer oder Mieter ist, ob im Alter noch Wünsche zu erfüllen sind oder ob lange Fehlzeiten bei der gesetzlichen Rentenversicherungen bestehen. Laufzeit: Entscheidet sich der Versicherte für eine Einmalauszahlung, ist nur die Hälfte der Erträge zu versteuern, falls der Vertrag bis zum Endalter von 62 Jahren laufen sollte und die Laufzeit mindestens 12 Jahre ausmacht.

Es ist empfehlenswert, die Beitragszahlung jährlich zu vereinbaren, nicht monatlich oder quartalsweise – dies erspart Ratenzahlungszuschläge, welche sich auf die Rendite negativ auswirken. Die Private Rentenversicherung ist von der Lebensversicherung vor allem durch die fehlende Gesundheitsprüfung zu differenzieren. Steuerlich sieht es so aus, dass Personen, die Leistungen aus der Versicherung z.b. ab dem 65. Lebensjahr lukrieren, lediglich 18 Prozent der ausbezahlten Rente versteuern müssen. Weil die Angebote der verschiedenen Versicherer sehr unterschiedlich ist, empfiehlt es sich ein gründlicher Vergleich oder Beratung durch den Versicherungskaufmann.

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