Riester Rente

Zur dritten Säule der Alterssicherung hat sich seit ihrer Einführung 2002 die so genannte Riester Rente entwickelt. Sie ergänzt die gesetzliche Rente und die betriebliche Altersversorgung (falls vorhanden), damit im Alter keine Versorgungslücken entstehen, die den Lebensstandard gefährden. Unzureichende Versorgung im Alter führt zu Altersarmut und zwingt bereits heute zunehmend Senioren, den Gang zum Sozialamt anzutreten.

Die Riester Rente wird staatlich gefördert

Als im Verlauf der 90-er Jahre absehbar wurde, dass die gesetzliche Rente auf Grund der Geburtenrückgänge einerseits und der höheren Lebenserwartung andererseits nicht ausreichen würde, die wachsende Zahl der Senioren ausreichend zu versorgen, wurden durch die Bundesregierung Gegenmaßnahmen eingeleitet: Zum einen wurden die Beiträge erhöht, zu anderen das Rentenniveau gesenkt. Um letzteres zu kompensieren, führte der damalige Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung, Walter Riester, eine später nach ihm benannte Zusatzrente ein, die die privaten Eigenleistungen der Beschäftigten mit staatlichen Prämien und Steuervergünstigungen kombinierte.

Die Angebote müssen genau geprüft werden prüfen

Die auf dem Markt angebotenen Vertragsvarianten zur Riester Rente sind für Laien kaum überschaubar. Doch es gibt einige Grundregeln, um die Spreu vom Weizen zu trennen. Wie hoch sind die Makler- und Abschlussgebühren für einen Vertrag? Wie hoch sind die Verwaltungsgebühren? Wie hoch ist die garantierte Rente, auf die es letztlich ankommt? Wie sicher ist die Anlageform des Vertrags? Wird beispielsweise ein Fonds gebundener Vertrag abgeschlossen, trägt der Sparer das Kursrisiko und kann am Ende sogar Kapitalverluste erleiden.

Die zurzeit sicherste und beliebteste Form der Riester Rente ist der so genannte Bau-Riester, die Einzahlung der Sparleistungen und der staatlichen Prämien in einen Bausparvertrag. Das Riester-Sparen in der Absicht, eine Immobilie zu erwerben, um im Alter keine Miete zahlen zu müssen, ist eine sehr sichere Variante zur privaten Altersvorsorge. Zudem gibt es nach der Ansparphase einen zinsgünstigen Kredit. Ab dem dem 1. Januar 2014 wird durch das Altersvorsorge-Verbesserungsgesetz die Riester Rente zudem transparenter und flexibler gestaltet. So kann das angesparte Kapital künftig auch für einen Barriere freien Umbau genutzt werden.

Die Riester Rente lohnt sich nur, wenn alle Vorteile in Anspruch genommen werden

Wer die gesamten staatlichen Prämien voll ausschöpfen möchte, muss vier Prozent seines rentenversicherungspflichtigen Bruttoeinkommens des Vorjahres in einen Riester-Vertrag einzahlen. Der Sockelbetrag liegt bei 60 Euro, die Höchstgrenze wird mit 2.100 Euro erreicht. Je nach individuellem Einkommen und Familienstand sind bei einer Familie mit zwei Kindern und zwei Riester-Verträgen bis zu 908 Euro Zulagen möglich: Pro Berechtigtem gibt es 154 Euro Grundprämie und für jedes ab 2008 geborene Kind 300 Euro Kinderzulage.

Extra-Tipps

  • Alle, die einen Riester-Vertrag abschließen und unter unter 25 Jahre alt sind, bekommen zusätzlich zu allen Prämien und Steuervorteilen einen Einsteigerbonus in Höhe von 200 Euro.
  • Die Riester Rente wird ab dem Renteneintritt lebenslang ausbezahlt, muss aber voll versteuert werden.
  • In Fall der Arbeitslosigkeit wird eine angesparte Riester Rente nicht auf das Arbeitslosengeld angerechnet. Das Kapital ist geschützt.
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